{"id":17035,"date":"2025-04-15T06:40:47","date_gmt":"2025-04-15T06:40:47","guid":{"rendered":"https:\/\/new454545.addedsense.eu\/deuil-apres-suicide\/"},"modified":"2025-06-19T14:30:08","modified_gmt":"2025-06-19T14:30:08","slug":"trauer-nach-suizid","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/454545.lu\/de\/unsere-themen\/krisen\/trauer-nach-suizid\/","title":{"rendered":"Trauer nach Suizid"},"content":{"rendered":"\n\n\t<h2>Aus dieser existentiellen Krise Hoffnung sch\u00f6pfen und anders weiterleben<\/h2>\n<p><em>Am Morgen haben sie sich noch mit einem L\u00e4cheln voneinander verabschiedet. Gemeinsam kurz den Kindern auf dem Weg zur Schule hinterhergeschaut. Dann ist jeder in seinen Alltag gefahren. Die Frau hat konzentriert gearbeitet und sich zusammen mit Kolleg\/-innen \u00fcber den Abschluss eines Projektes gefreut. Wieder zuhause angekommen stehen wie \u00fcblich Kinder und Hausaufgaben, kleine Erledigungen an. Sie bereitet das Abendessen vor und freut sich schon darauf ihrem Mann vom erfolgreichen Tag zu berichten, als es klingelt. Auf der Schwelle ihres Hauses teilt ihr ein Polizist mit, dass ihr Mann tot aufgefunden wurde.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Mutter macht sich viele Sorgen um ihren J\u00fcngsten. Er ist verschlossener geworden, sieht seine Freund\/-innen weniger, macht einen antriebslosen Eindruck. Mit dem Vater gibt es immer wieder lautstarke Auseinandersetzungen. Doch der findet das eher normal und macht sich nicht allzu gro\u00dfe Sorgen um seinen Sohn. Eines Abends, machen sich die Eltern auf den Weg zu Freunden. Stunden sp\u00e4ter kommen Sie noch immer erf\u00fcllt von den guten Gespr\u00e4chen nach Hause. Im Zimmer des Sohns brennt noch Licht. Als der Vater die T\u00fcr \u00f6ffnet, sieht er seinen Sohn leblos am Boden liegen. Die Sanit\u00e4ter wollen noch helfen und doch k\u00f6nnen sie nur noch den Tod feststellen. <\/em><\/p>\n<p><em>Auf dem Tisch liegt ein Brief, daneben ein Handy. Schon den ganzen Abend wartet der Mann auf das Klingeln. Nicht zum ersten Mal sitzt er hier zwischen Bangen und Hoffen. In der Zeit des Wartens ziehen die Situationen an ihm vorbei, in denen sich seine Frau versucht hatte das Leben zu nehmen: Ambulanz, Psychiatrie, Besserung und Hoffnung darauf alles hinter sich zu lassen, Depressionen, immer wieder, immer wieder. Dann blinkt das Telefon: \u201eWir haben Ihre Frau gefunden. Es tut uns leid, wir konnten ihr nicht mehr helfen. Bitte kommen Sie.&#8220;\u00a0 <\/em><\/p>\n<p><em>Zwei Jahre lang lebt die 75-j\u00e4hrige Frau jetzt schon nach dem Tod ihres Mannes alleine in dem gro\u00dfen Haus am Waldrand. Sie vermisst ihren Mann sehr, ist schon seit einiger Zeit k\u00f6rperlich stark eingeschr\u00e4nkt. Ohne fremde Hilfe kann sie das Haus nicht mehr verlassen und sie vermisst ihre ausgedehnten Spazierg\u00e4nge, den Besuch von kulturellen Veranstaltungen und ihre Unabh\u00e4ngigkeit. In der ersten Zeit nach dem Tod ihres Mannes haben sich noch ihre Tochter und Bekannte viel um sie gek\u00fcmmert. Das hat stark nachgelassen. Sie ertr\u00e4gt es nicht l\u00e4nger und beschlie\u00dft aus dem Leben zu gehen. Die Pflegerin findet sie am n\u00e4chsten Morgen im Garten. <\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Die Welt bleibt einen Moment lang stehen<\/strong> &#8211; f\u00fcr die Ehefrau, die Eltern, den Partner, die nahen Angeh\u00f6rigen der alleinstehenden Dame. Unf\u00e4hig klare Gedanken zu fassen, vielleicht auch versteinert, schreiend, weinend, w\u00fctend und fassungslos l\u00e4sst diese Nachricht Betroffene, vielleicht auch Sie zur\u00fcck. Schock und das Nicht-verstehen k\u00f6nnen\/wollen sitzen tief. Die Beine versagen Ihnen vielleicht, das Herz beginnt zu rasen oder bleibt beinahe stehen, die H\u00e4nde werden feucht und kalt, es stockt Ihnen vielleicht der Atem, weil Sie diesen einen Satz, diesen Anblick, die Nachricht nicht h\u00f6ren, ungeh\u00f6rt machen wollen, zur\u00fcckspulen m\u00f6chten in der Zeit.<\/p>\n<h2>Warum?<\/h2>\n<p>Von einem Moment auf den anderen gibt es zwei Realit\u00e4ten: die eine Realit\u00e4t au\u00dferhalb und die andere, innere Wirklichkeit, die Sie nur noch in sich selbst wahrnehmen k\u00f6nnen. Die n\u00e4chsten Stunden, Tage vergehen wie in einem Alptraum und die Frage nach dem Unfassbaren bleibt: wo ist der Mensch, der gerade noch da war, den ich angefasst und gesp\u00fcrt habe? Wie konnte das passieren? Was habe ich nicht gesehen? Warum hat er\/sie dies getan? Vielleicht auch, warum konnte ich nicht helfen? Warum war ich ausgerechnet in diesem Moment nicht zur Stelle? Habe ich bei unserem letzten Treffen etwas \u00fcbersehen, was mich stutzig h\u00e4tte machen m\u00fcssen?<\/p>\n<p>Sie werden sich vielleicht Fragen stellen, die sich in den n\u00e4chsten Tagen, Wochen, Monaten oder sogar Jahren immer wieder durch Ihren Kopf drehen. Fragen, auf die Sie keine Antwort finden werden.<\/p>\n<h2>Wie kann ich von etwas Abschied nehmen, was ich eigentlich nicht gehen lassen m\u00f6chte?<\/h2>\n<p><em>Vor einem Tag, vor zwei Tagen, vor drei Tagen habe ich ihn noch lebend gesehen, habe ich mit ihr gesprochen, sie lachen gesehen<\/em> &#8211; wie ein Mantra wiederholen sich vielleicht diese oder \u00e4hnliche S\u00e4tze in Ihrem Kopf.<\/p>\n<p>In den Tagen danach wechseln Unverst\u00e4ndnis und schwankende Gef\u00fchlslagen sich ab mit organisatorischen und beh\u00f6rdlichen Formalit\u00e4ten. Wie soll es da gelingen Abschied zu nehmen? Wie k\u00f6nnte Nicht-Gesagtes noch gesagt werden? Wie k\u00f6nnte ein passender Rahmen daf\u00fcr aussehen?<\/p>\n<p><em>Die Ehefrau und ihre beiden Kinder m\u00f6chten sich jeder, auf seine Art und Weise noch sehr pers\u00f6nlich von ihrem Mann\/Vater verabschieden und schreiben Briefe, die sie ihm in den Sarg legen. Seine Frau \u00e4u\u00dfert den Wunsch, ihren Mann noch einmal zu sehen und ihn auch noch einmal anfassen zu k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Dem Vater, dessen Sohn verstorben ist, ist es wichtig, lange Zeit neben dem Sarg im stummen Zwiegespr\u00e4ch zu verbringen. Die Mutter hat entschieden, dass sie ihren Sohn mit seinem lebendigen Gesichtsausdruck in Erinnerung behalten m\u00f6chte. Einige seiner Freund\/-innen kommen noch einmal und geben \u201eGrabgaben&#8220; mit. <\/em><\/p>\n<p><em>Der Ehemann hat das gebl\u00fcmte Kleid ausgesucht, das seine Frau in ihren guten Phasen so gerne angezogen hat. Nach den langen Jahren, in denen es so dunkel f\u00fcr seine Frau war, ist es ihm wichtig, dass ihr Sarg von allem umgeben ist, was Licht gibt und sch\u00f6nmacht. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Tochter nimmt Abschied, indem sie ganz bewusst durch den Garten geht, den ihre Mutter so gerne hatte und Blumen pfl\u00fcckt, die sie auf ihren Sarg legt.<\/em><\/p>\n<p>Abschied von einem Menschen zu nehmen ist etwas ganz Individuelles und Pers\u00f6nliches. Auch wenn Ihre ganz eigenen Formen und W\u00fcnsche des Abschiednehmens vielleicht nicht f\u00fcr Andere nachvollziehbar sind, sich in den Augen anderer vielleicht nicht \u201eschicken&#8220; oder dies anders von Ihnen erwartet wird. Es ist so passend f\u00fcr Sie, wie es f\u00fcr Sie gut ist.<\/p>\n<p>Vielleicht haben Sie Angst davor, den Verstorbenen noch einmal zu sehen, weil Sie nicht wissen, was Sie erwartet. Vielleicht kann ein letzter Blick auf den Verstorbenen auch Ihr Bild, dass Sie sich vom Anblick gemacht haben, relativieren.<\/p>\n<p><em>Der Ehemann hat seiner Frau und den Kindern einen Brief hinterlassen, in dem er seine F\u00fcrsorge ausdr\u00fcckt. Dies wird der Familie auch f\u00fcr die Wochen nach dem Tod Trost sein. Die Ehefrau ist froh, dass sie ihren Mann noch einmal ber\u00fchrt hat, und so auch k\u00f6rperlich Abschied von ihm nehmen konnte.<\/em><\/p>\n<p><em>Freunde ihres Sohnes bringen nach dem Tod Fotos vorbei, die noch kurz vor dem Tod ihres Sohnes entstanden sind. F\u00fcr die Eltern sind diese letzten Bilder ihres Sohnes besonders wichtig.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Mann findet einen Brief, den seine Frau geschrieben hat. Noch ist er nicht in der Lage ihn zu \u00f6ffnen und legt ihn erst einmal zur Seite. Lieber geht er f\u00fcr den Moment zu einem sch\u00f6nen Ort, an dem sie beide oft zusammen waren.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Tochter erinnert sich an Gespr\u00e4che mit ihrer Mutter, in denen sie sich \u00fcber den Tod unterhalten haben, aber auch \u00fcber das reiche Leben, dass sie gelebt hat. <\/em><\/p>\n<p>R\u00fcckblickend werden Sie vielleicht auch als Trauernde noch Abschiedsworte- und Gesten finden und umdeuten, die Ihnen Trost und Halt geben k\u00f6nnen. Vielleicht wird es Menschen geben, die Ihnen noch von ihren letzten Begegnungen mit dem Verstorbenen erz\u00e4hlen. Auch dies k\u00f6nnte unterst\u00fctzend sein.<\/p>\n<p>Anklagende Abschiedsbriefe oder kurz vor dem Suizid gesagte Worte oder ungel\u00f6ste Konflikte k\u00f6nnen andererseits auch sehr ersch\u00fctternd, verwirrend und zus\u00e4tzlich belastend sein. Vielleicht gibt es eine M\u00f6glichkeit, wie Sie Distanz finden k\u00f6nnen. Man kann einen solchen Brief zun\u00e4chst reell oder im Inneren auch ein St\u00fcck wegschlie\u00dfen, um sich nach und nach damit auseinandersetzen zu k\u00f6nnen. Allerdings erst dann, wenn man sich stark genug sp\u00fcrt, dies zu tun.<\/p>\n<h2>Tabu Suizid<\/h2>\n<p><em>Schon kurz nach der Trauerfeier erlebt die Ehefrau, dass Nachbarn und Passanten in dem kleinen Dorf ihren Blicken ausweichen, anstatt zu gr\u00fc\u00dfen. Die Eltern des verstorbenen Sohnes werden zu einem Familienfest eingeladen, dort wird der Tod ihres Sohnes jedoch peinlichst vermieden und in den Gespr\u00e4chen ausgespart. Einige Freunde der Verstorbenen k\u00f6nnen nicht nachvollziehen, warum der Partner zun\u00e4chst so heiter angesichts des Todes seiner Frau ist und m\u00f6chten nichts mehr mit ihm zu tun haben. Die Tochter muss sich zus\u00e4tzlich zu den eigenen Vorw\u00fcrfen Anschuldigungen vom Pflegedienst anh\u00f6ren.\u00a0 <\/em><\/p>\n<p>Suizid ist h\u00e4ufig mit einem gesellschaftlichen Tabu belegt. Vielleicht haben Sie es als Angeh\u00f6riger erlebt, dass getuschelt, betreten auf den Boden geschaut, ignoriert, in der Schule geh\u00e4nselt, kritisiert wurde, wenn ein Suizid \u201epassiert&#8220; ist. Der also eh schon kaum zu verkraftende Verlust geht also auch noch mit gesellschaftlicher \u00c4chtung einher, der f\u00fcr Angeh\u00f6rige zum Teil nur schwer zu ertragen ist, weitere Verletzungen mit sich bringt und dadurch f\u00fcr die Betroffenen noch zus\u00e4tzliches Leid verursachen kann. Oft ist die Vermeidung des Themas auch Ausdruck von Hilflosigkeit, da Menschen unsicher sind und nicht wissen wie sie sich Ihnen gegen\u00fcber verhalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Vielleicht kennen Sie diese oder \u00e4hnliche Gedanken gegen\u00fcber Trauerenden:<\/p>\n<ul>\n<li><em>Ich habe Angst auf den Trauerenden zuzugehen. Ich sehe das Leid, aber ich kann nicht damit umgehen. <\/em><\/li>\n<li><em>Ich habe Angst etwas Falsches zu sagen. Ich habe Angst vor den Tr\u00e4nen, vor Gef\u00fchlen, die ich bei der anderen Person, durch das, was ich sage, ausl\u00f6se.<\/em><\/li>\n<li><em>Ich habe kein Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das, was der Mensch getan hat. Ich kann auch nicht mein Mitgef\u00fchl zeigen.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Vielleicht kennen Sie etwa diese Aussagen oder \u00e4hnliche als Trauernde(r):<\/p>\n<ul>\n<li><em>Jetzt starrt mich schon wieder jemand so an. Das ertrag ich nicht.<\/em><\/li>\n<li><em>K\u00f6nnen sie sich ihr Mitleid nicht sparen. Das geht mir auf die Nerven.<\/em><\/li>\n<li><em>Er ignoriert das, was passiert ist v\u00f6llig. Das finde ich sehr verletzend.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>Diese oder \u00e4hnliche Gef\u00fchle oder Gedanken k\u00f6nnen bewirken, dass Menschen sich zur\u00fcckziehen, Missverst\u00e4ndnisse entstehen oder Kontakte auch ganz abbrechen.<\/p>\n<p>In diesen F\u00e4llen kann ein Aufeinander zugehen von beiden Seiten hilfreich sein: f\u00fcr den einen kann es erleichternd sein, wenn er wei\u00df, dass auch die Hilflosigkeit in Ordnung ist, f\u00fcr den anderen, dass er erz\u00e4hlen kann.<\/p>\n<p>An dieser Stelle geht es auch um ein sich dem anderen \u201eZumuten&#8220;: sich zumuten in seiner Hilflosigkeit einerseits und andererseits in der Trauer, die so ist, wie sie ist. Gelingt dies, kann dies auch st\u00e4rkend sein.<\/p>\n<p>Vielleicht haben Sie aber auch erlebt das einige Menschen das offene Gespr\u00e4ch mit Ihnen gesucht haben, Ihre Gef\u00fchle zum Ausdruck gebracht haben und Sie damit sehr unterst\u00fctzt haben. Dann k\u00f6nnen Gespr\u00e4che tief und tragend sein. So wie eine Abschieds- oder Trauerfeier und das kollektive Trauern mit all seinen Facetten Balsam f\u00fcr Ihre Seele sein kann.<\/p>\n<p>Eines verbindet Sie mit allen Trauernden: bei Trauer nach Suizid geht es vorrangig um die Trauer um den Verstorbenen, die Trauer der Angeh\u00f6rigen und nicht prim\u00e4r um die Todesart<a href=\"https:\/\/454545.lu\/de\/unsere-infotexte\/themenbereich-krisen-wendepunkte-im-leben\/trauer-nach-suizid-aus-dieser-existentiellen-krise-hoffnung-schoepfen-und-anders-weiterleben\/#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>.<\/p>\n<h2>Schuld &#8211; und Schamgef\u00fchle<\/h2>\n<p><em>H\u00e4tte ich es verhindern k\u00f6nnen? fragt sich die Ehefrau immer und immer wieder. H\u00e4tten wir die Anzeichen, dass sich unser Sohn immer mehr zur\u00fcckzieht, von Anfang an anders deuten m\u00fcssen? H\u00e4tte es mir nicht auffallen m\u00fcssen, dass sich mein sonst so aufmerksamer Sch\u00fcler, nicht mehr beteiligt? Was habe ich unversucht gelassen? Was vielleicht unterlassen? H\u00e4tte ich mich mehr um meine Mutter k\u00fcmmern m\u00fcssen?<\/em><\/p>\n<p><em>Und vielleicht auch solche Fragen wie: sind es meine Erziehungsfehler, die mein Kind in den Suizid getrieben haben? Oder war ein ungel\u00f6ster Streit mit meinem Partner Ausl\u00f6ser f\u00fcr den Suizid? Habe ich meine Mutter sp\u00fcren lassen, dass ich das K\u00fcmmern als Last empfunden habe?<\/em><\/p>\n<p>Auch Schuldzuweisungen wie<\/p>\n<ul>\n<li><em>Hast du denn gar nicht an mich und die Kinder gedacht, als du dies getan hast?<\/em><\/li>\n<li><em>Du machst mich unm\u00f6glich gegen\u00fcber den anderen Menschen um mich herum. Du ziehst mich mit in den Abgrund!<\/em><\/li>\n<li><em>Du hast auch mein Leben zerst\u00f6rt!<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p>k\u00f6nnen auftauchen und auch erschreckend in ihrer Wucht sein. K\u00f6nnen bis zu dem Punkt gehen, dass sie sich sch\u00e4men und negativ \u00fcber sich denken. Diese nachvollziehbaren Momente k\u00f6nnen jedoch eines von vielen Gef\u00fchlen auf ihrem Trauerweg sein.<\/p>\n<p>Wochen- und monatelang ja vielleicht sogar jahrelang qu\u00e4len sich die Hinterbliebenen mit diesen oder \u00e4hnlichen Fragen. \u00dcberlegen, was sie anders h\u00e4tten tun k\u00f6nnen, welchen Anteil sie vielleicht am Tod des Angeh\u00f6rigen hatten oder wer vielleicht sonst noch schuldig sein k\u00f6nnte. Es k\u00f6nnte sein, dass Sie damit Ihr Bed\u00fcrfnis nach Erkl\u00e4rungen befriedigen, oder sich damit Luft machen k\u00f6nnen, um in dieser \u00dcberforderungssituation nicht zu platzen. Oder Sie stellen fest, dass sie vielleicht durch die Schuldgef\u00fchle in einer Art innerer Verbundenheit zum Verstorbenen stehen<a href=\"https:\/\/454545.lu\/de\/unsere-infotexte\/themenbereich-krisen-wendepunkte-im-leben\/trauer-nach-suizid-aus-dieser-existentiellen-krise-hoffnung-schoepfen-und-anders-weiterleben\/#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a> im Sinne: \u201eich bin Schuld an deinem Tod und dein Tod hat mein Leben zerst\u00f6rt.&#8220;<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte sich anf\u00fchlen wie ein inneres Gericht, in dem Sie \u00fcber Schuld befinden, immer wieder. Ohne Aufl\u00f6sung, ohne Urteil, streng mit sich und anderen, unf\u00e4hig sich zun\u00e4chst daraus zu befreien. Verfestigt sich dies und wird zu einem festen Bestandteil Ihres F\u00fchlens und Handelns schadet Ihnen dies dauerhaft. Hilfreicher ist es wenn Sie Schuld durch Verantwortung ersetzen k\u00f6nnen: den eigenen Anteil sehen, andere Teile der Verantwortung jedoch auch bei den anderen lassen.<\/p>\n<p>In dieser Phase, in der Sie ohnehin schon d\u00fcnnh\u00e4utig und verletzlich sind, k\u00f6nnte sich auch das Gef\u00fchl einstellen, nichts mehr, was vorher so leicht fiel, hinzubekommen. Sich einzugestehen, dass ein Teil Ihrer Lebenst\u00fcchtigkeit verloren gegangen ist. Das k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass Sie sich vor den anderen sch\u00e4men, sich verschlie\u00dfen, zumachen.<\/p>\n<p>Nach jahrelangem Ringen, mehreren Suizidversuchen, Psychiatrieaufenthalten, Momenten zwischen Hoffnung und Bangen eines nahestehenden Menschen f\u00fchlt man sich ausgelaugt, an der Grenze der eigenen Kraft! Deshalb kann es sein, dass man nach dem Suizid zum ersten Mal seit langem Erleichterung und Entspannung versp\u00fcrt. Oder Gedanken hat wie \u201eendlich ist es vorbei&#8220; oder \u201elange h\u00e4tte ich das selbst nicht mehr so gepackt&#8220;. Diese Gedanken und Gef\u00fchle k\u00f6nnten eventuell auch Schamgef\u00fchle ausl\u00f6sen. Wie bei anderen Gedanken k\u00f6nnte es hilfreich sein, dies zuzulassen und auch wieder vorbeiziehen zu lassen, ohne innere (Ab-) Wertung der Worte und Abwertung Ihrer eigenen Person. Dies k\u00f6nnte ein Teil Ihres Trauerprozesses sein, vielleicht hilft es Ihnen zu wissen, dass Sie nicht alleine mit diesem Gef\u00fchl sind!<\/p>\n<p>Und vielleicht ist es auch hilfreich Gedankenr\u00e4ume zu schaffen, die ohne Schuld, Scham und Strafe auskommen. Versuchen Sie eine Sprache zu finden, die das ausdr\u00fccken, was Ihnen wichtig ist, ohne sich zu sch\u00e4men oder das Gef\u00fchl zu haben, sich verstecken zu m\u00fcssen, etwa als Zur\u00fcckgebliebene(r) und Trauernde nicht ad\u00e4quat und passend zu sein. Oder auch Vertrauen zur\u00fcckzugewinnen, dass Sie ein wertvoller Mensch sind und Ihre F\u00e4higkeiten wiedererlangen, sobald der Sturm sich wieder etwas beruhigt hat.<\/p>\n<h2>Wut<\/h2>\n<p><em>In den ersten Wochen, in denen viel organisiert und geregelt werden musste, empfindet die Ehefrau auch oft Wut verbunden mit der Frage; wie konnte er mich nur mit all dem so alleine lassen, einfach weggehen? Sie reagiert auf die von ihrem j\u00fcngsten Kind gestellte Frage: wann denn der Vater endlich wieder nach Hause kommt mit Wut und Abwehr. Die Tochter ist still w\u00fctend auf ihre Mutter, weil diese keine Zeit mehr f\u00fcr sie hat. <\/em><\/p>\n<p><em>Der Vater schreit seine Frau w\u00fctend an, wie sie denn nur so schnell wieder zur Tagesordnung \u00fcbergehen k\u00f6nnte. Das geh\u00f6re sich nicht, schon nach einigen Wochen das Zimmer ihres Sohnes leerr\u00e4umen zu wollen. Die Mutter ist gerade sehr w\u00fctend auf ihren Sohn, dass er ihr das angetan hat und m\u00f6chte seine Kleider, sein Zimmer, so wie er es hinterlassen hat, nicht mehr st\u00e4ndig sehen.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Mann ist w\u00fctend auf die Anklagen, die seine Partnerin in ihrem Abschiedsbrief formuliert hat. Und dabei hat er alles gemacht, was er nur konnte, um ihr zu helfen.<\/em><\/p>\n<p><em>Warum hat meine Mutter nur so wenig ihre W\u00fcnsche zum Ausdruck gebracht, fragt sich die Tochter w\u00fctend. Wut aber auch auf sich, dass sie nicht auf die Alarmsignale und Worte ihrer Mutter kurz vor ihrem Tod geachtet und m\u00f6glicherweise falsch interpretiert hat. Gleichzeitig sch\u00e4mt sie sich f\u00fcr ihre Wut.<\/em><\/p>\n<p>Wut geh\u00f6rt wie alle anderen Gef\u00fchle auch zum Trauerprozess hinzu. Es sind Ihre Gef\u00fchle, die Ihnen niemand absprechen kann und darf. Wut kann etwas sehr Gesundes und Kl\u00e4rendes sein, wenn Sie dies zulassen. Es kann helfen, wie ein Gewitterschauer, Aufgestautes loszulassen.<\/p>\n<h2>Facetten des Trauerns<a href=\"https:\/\/454545.lu\/de\/unsere-infotexte\/themenbereich-krisen-wendepunkte-im-leben\/trauer-nach-suizid-aus-dieser-existentiellen-krise-hoffnung-schoepfen-und-anders-weiterleben\/#_ftn3\" name=\"_ftnref3\">[3]<\/a><\/h2>\n<p>Trauern ist <strong><u>Ihre<\/u><\/strong> individuelle Trauer bei jedem Tod oder Verlust, den Sie betrauern. Niemand hat Ihnen vorzuschreiben, wie dies zu sein hat. Wann Trauer beginnt und wieder aufh\u00f6rt. Die Trauer hat viele Facetten. Und es ist Ihr pers\u00f6nlicher Trauerweg, in der sich die einzelnen Facetten bemerkbar machen, so wie es sich f\u00fcr sich anf\u00fchlt. Dazu k\u00f6nnen die folgenden Aspekte geh\u00f6ren:<\/p>\n<ul>\n<li>Das reine \u00dcberleben angesichts der traumatischen Situation,<\/li>\n<li>den Tod begreifen und verstehen k\u00f6nnen,<\/li>\n<li>alle widerspr\u00fcchlichen Gef\u00fchle wahrnehmen und ausdr\u00fccken k\u00f6nnen,<\/li>\n<li>sich an die neuen Begebenheiten anpassen k\u00f6nnen,<\/li>\n<li>verbunden bleiben mit dem Verstorbenen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Vielleicht kennen Sie diese oder ganz andere Fragen aus Ihrem pers\u00f6nlichen Trauerprozess z.B.:<\/p>\n<ul>\n<li>Wie kann ich meine Gef\u00fchle anerkennen und ernst nehmen?<\/li>\n<li>Wie gehe ich mit meinen eigenen Gef\u00fchlen um bzw. denen meiner Kinder, die alle auch trauern, aber auch wieder anders?<\/li>\n<li>Wie sp\u00fcre ich mich dem Verstorbenen nahe? Was teile ich ihm\/ihr gerne mit? Wie m\u00f6chte ich den Verstorbenen in meine Entscheidungen mit einbeziehen?<\/li>\n<li>Welche Rituale, die mich mit dem Verstorbenen verbinden, tun mir gut?<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Ich kann auch nicht mehr<\/h2>\n<p>Sie werden vielleicht lange Phasen von Verzweiflung, Ohnmacht und Starre durchleben. Oder aber auch das Gef\u00fchl von \u201ewie soll ich dies jemals alles alleine schaffen&#8220; und \u201ew\u00e4re es nicht vielleicht auch besser, wenn ich nicht mehr da w\u00e4re&#8220;. Das sind harte und anstrengende Momente, die Sie in tiefe Verzweiflung st\u00fcrzen k\u00f6nnen. Und Bestandteil Ihres Trauerprozesses sein k\u00f6nnen. Suchen Sie in diesen Momenten nach Menschen und\/oder Orten, die Ihnen guttun, nach allem, was Ihnen eine Verschnaufpause verschafft. Vielleicht gibt es auch etwas, was Sie von sich aus an andere abgeben k\u00f6nnen. Oder etwas, was Sie zulassen k\u00f6nnen, dass Ihnen ein anderer Mensch etwas abnimmt, Ihnen mit einer lieben Geste zu verstehen gibt \u201eich bin gerade f\u00fcr dich da&#8220;.<\/p>\n<p>Und vielleicht k\u00f6nnte es f\u00fcr Sie wichtig sein, eine professionelle Trauerbegleitung in Anspruch zu nehmen, sich in einer Selbsthilfegruppe auszutauschen oder andere M\u00f6glichkeiten wie eine Therapie, Kur in Anspruch zu nehmen.<\/p>\n<h2>Wie kann das Leben weiter gelebt werden &#8211; ohne &#8230;.?<\/h2>\n<p><em>Und dann, nach langen Monaten kam der erste Morgen an dem die Ehefrau nicht direkt mit einem Gedanken an ihren Mann aufgewacht ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Der erste Tag seit langem, an dem der Vater nicht in das Zimmer des Sohnes gegangen ist, um die Jalousien aufzumachen. <\/em><\/p>\n<p><em>Der Moment, in dem der Mann um seine Frau weinen kann.<\/em><\/p>\n<p><em>Der erste Abend, an dem die Tochter nicht wie sonst \u00fcblich, im Zwiegespr\u00e4ch mit ihrer Mutter durch den Garten gelaufen ist.<\/em><\/p>\n<p>Es ist an dieser Stelle, an der Sie vielleicht zum ersten Mal wieder einmal, ohne schlechtes Gewissen, an sich gedacht haben, an Ihre Kinder, an Freund\/-innen und Bekannte, mit denen Sie schon l\u00e4ngere Zeit nicht mehr in Kontakt waren.<\/p>\n<p>Sie sind vielleicht bereit etwas aus der Distanz heraus zu erblicken, was sich alles nach dem Tod ver\u00e4ndert hat, ver\u00e4ndern musste, weil einfach nichts mehr so war, wie vorher. In der Sie zus\u00e4tzlich Rollen und Aufgaben \u00fcbernommen haben, die sonst der Verstorbene \u00fcbernommen hatte. In der Sie trotz aller Schwere den Alltag bew\u00e4ltigt haben.<\/p>\n<p>Und Sie stolz darauf sind, was und wie Sie das bew\u00e4ltigt und geschafft haben. Nicht untergangenen sind, auch wenn immer wieder neue Unwetter und St\u00fcrme heraufgezogen sind.<\/p>\n<p><em>Zun\u00e4chst waren es die Kinder, die Kinder, die eine Ecke mit Bildern und Fotos f\u00fcr ihren Vater eingerichtet haben. Mittlerweile ist es f\u00fcr alle ein Ritual, jeder auf seine Weise, an den Vater und Mann zu denken. <\/em><\/p>\n<p><em>Die Eltern des verstorbenen Sohnes laden jetzt zum Geburtstag des Sohnes ihre guten Freunde und Freunde ihres Sohnes ein, um Erinnerungen auszutauschen. Es sind lebendige Momente, in denen ihnen ihr Sohn ganz nah ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Der Mann geht gerne an den Ort zur\u00fcck, an dem sie oft gemeinsam waren. Oft hilft ihm dies, wenn er \u00fcber wichtige Entscheidungen nachdenkt, die er sonst zusammen mit seiner Frau getroffen hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Die Tochter hat eine Erinnerungskiste mit Lieblingsst\u00fccken ihrer Mutter zusammengestellt, die sie ab und an herausnimmt, wenn sie sich nach ihrer Mutter sehnt.<\/em><\/p>\n<p>Vielleicht k\u00f6nnte es auch f\u00fcr Sie hilfreich sein, nach und nach mit den Erinnerungen an den Verstorbenen ein lebendiges facettenreiches Lebens-Buch zu schaffen. Mit verschiedenen freud- und leidvollen Momenten, lustigen und ernsten Anekdoten, sch\u00f6nen Begebenheiten und Erinnerungen.<\/p>\n<p>Ein Wendepunkt, der Ihnen auch erlaubt, loszulassen und wieder selbst zu entscheiden. Der Moment, in dem Sie Ihrem Leben eine neue Richtung geben. Und Sie entscheiden, wann und in welcher Form der Verstorbene weiterhin im Alltag pr\u00e4sent sein darf. Das, was zun\u00e4chst unterbrochen und un\u00fcberbr\u00fcckbar schien, darf wieder eingewebt in das Leben sein<a href=\"https:\/\/454545.lu\/de\/unsere-infotexte\/themenbereich-krisen-wendepunkte-im-leben\/trauer-nach-suizid-aus-dieser-existentiellen-krise-hoffnung-schoepfen-und-anders-weiterleben\/#_ftn4\" name=\"_ftnref4\"><sup>[4]<\/sup><\/a>.<\/p>\n<p>Auch noch einmal in der Gewissheit, dass Ihr Trauern ein ganz pers\u00f6nlicher Weg ist, den Sie aktiv mitgestalten. In dem Ihnen keine(r) vorschreibt, wie dies jetzt und auch in Zukunft zu sein hat.<\/p>\n<p>Was gleichzeitig auch noch einmal damit verbunden sein kann, dass Sie sich in ihrem bisherigen sozialen Umfeld nicht mehr passend f\u00fchlen k\u00f6nnten, dass Sie nach einer neuen beruflichen Herausforderung suchen, dass Sie mehr Distanz zu Familienangeh\u00f6rigen bekommen haben oder sogar Freundschaften (fast) zerbrochen sind.<\/p>\n<h2>Trauer als pers\u00f6nlicher Reifungsprozess<\/h2>\n<p><em>Nach etwas Z\u00f6gern nimmt die jetzt alleinerziehende Mutter das Angebot an, auf eine Arbeitsstelle mit einem gr\u00f6\u00dferen Verantwortungsbereich zu wechseln, in der sie all ihre Kompetenzen zeigen kann. Sie freut sich \u00fcber diese Wertsch\u00e4tzung und ist stolz auf sich, wie sie die lange Durststrecke \u00fcberstanden hat.<\/em><\/p>\n<p><em>Auch wenn es f\u00fcr das Ehepaar, dessen Sohn verstorben ist, nach wie vor schmerzhaft ist, zu sehen wie die jugendlichen Freunde ihres Sohnes \u00e4lter werden, k\u00f6nnen sie ihren Alltag leben und engagieren sich in einer Selbsthilfegruppe, die ihnen nach dem Verlust ihres Sohnes sehr geholfen hat.<\/em><\/p>\n<p><em>F\u00fcr den Ehemann war es nicht einfach mit dem Verlust, dem K\u00fcmmern und auch den Anklagen, die seine Frau an ihn gerichtet hat, umzugehen. Therapie und viel Zeit mit sich selbst haben ihm dabei geholfen. Er freut sich \u00fcber seine neue Beziehung.<\/em><\/p>\n<p>Vielleicht k\u00f6nnen Sie auch anerkennen, dass Sie und Ihre Familie \u00fcber sich hinausgewachsen sind. Dass sich Familienstrukturen ver\u00e4ndert haben und vielleicht auch durch den Tod Kl\u00e4rungen ergeben haben. Dass Sie gemerkt haben, auf welche Freund\/-innen Sie sich verlassen konnten. Und dass Sie wieder neue Partnerschaften und Beziehungen eingehen k\u00f6nnen. Dass Ihnen auff\u00e4llt, dass Sie \u00fcber Ressourcen verf\u00fcgen, die Sie vorher bei sich nicht gesehen haben oder die sich durch die Krise neu entwickelt haben. Dass Sie wissen, was Sie brauchen, damit es Ihnen gut geht und Grenzen setzen k\u00f6nnen, wo Sie sie brauchen.<\/p>\n<p>Es ist gut m\u00f6glich, dass Sie durch den Weg, den Sie gegangen sind, der Sie herausgefordert hat, auch anders mit Sinn- und Wertefragen umgehen. Dass Sie Dinge mit einem anderen Blick sehen, wie vorher. Dass Ihnen Dinge nichtig erscheinen, \u00fcber die Sie sich vorher viele Gedanken gemacht haben. Oder dass Sie gelassener geworden sind.<\/p>\n<p>Es k\u00f6nnte sein, dass Sie besser wie vorher wissen, welche Priorit\u00e4ten Sie in Ihrem Leben setzen m\u00f6chten. Und auch feststellen, dass Sie in und mit Ihrer Trauer \u201egewachsen&#8220; sind, vielleicht auch einen Zugewinn an St\u00e4rke und Empathie f\u00fcr andere Menschen in Krisensituationen f\u00fchlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Leben darf auch f\u00fcr Sie wieder helle und lichte Momente haben, ohne schlechtes Gewissen, diese nicht leben zu d\u00fcrfen. Der Verstorbene hat seinen Platz und feste Bedeutung in Ihrem Leben gefunden. Ihr Blick auf sich selbst, Beziehungen, Ihre Umwelt hat sich ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Ihr Leben verl\u00e4uft anders, vielleicht anders wie Sie es sich je vorgestellt haben. Aber es ist ein Leben, das neue Perspektiven f\u00fcr Sie bereith\u00e4lt.<\/p>\n<blockquote><em>Nicht m\u00fcde werden<\/em><br \/>\n<em> sondern dem Wunder<\/em><br \/>\n<em> leise<\/em><br \/>\n<em> wie einem Vogel<\/em><br \/>\n<em> die Hand hinhalten.<\/em>\n<p>Hilde Domin<\/p><\/blockquote>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/454545.lu\/de\/unsere-infotexte\/themenbereich-krisen-wendepunkte-im-leben\/trauer-nach-suizid-aus-dieser-existentiellen-krise-hoffnung-schoepfen-und-anders-weiterleben\/#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> nach Chris Paul<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/454545.lu\/de\/unsere-infotexte\/themenbereich-krisen-wendepunkte-im-leben\/trauer-nach-suizid-aus-dieser-existentiellen-krise-hoffnung-schoepfen-und-anders-weiterleben\/#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2]<\/a> Aus: Und wenn niemand schuld w\u00e4re? Vom konstruktiven Umgang mit Schuldzuweisungen und Selbstvorw\u00fcrfen, Chris Paul<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/454545.lu\/de\/unsere-infotexte\/themenbereich-krisen-wendepunkte-im-leben\/trauer-nach-suizid-aus-dieser-existentiellen-krise-hoffnung-schoepfen-und-anders-weiterleben\/#_ftnref3\" name=\"_ftn3\">[3]<\/a> Begriff gepr\u00e4gt von Chris Paul<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/454545.lu\/de\/unsere-infotexte\/themenbereich-krisen-wendepunkte-im-leben\/trauer-nach-suizid-aus-dieser-existentiellen-krise-hoffnung-schoepfen-und-anders-weiterleben\/#_ftnref4\" name=\"_ftn4\">[4]<\/a> Robert A. Neimeyer, Bereavement and the quest for meaning: rewriting stories of loss and grief<\/p>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus dieser existentiellen Krise Hoffnung sch\u00f6pfen und anders weiterleben Am Morgen haben sie sich noch mit einem L\u00e4cheln voneinander verabschiedet. Gemeinsam kurz den Kindern auf dem Weg zur Schule hinterhergeschaut. Dann ist jeder in seinen Alltag gefahren. Die Frau hat konzentriert gearbeitet und sich zusammen mit Kolleg\/-innen \u00fcber den Abschluss eines Projektes gefreut. Wieder zuhause&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":15487,"parent":17103,"menu_order":5,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"class_list":["post-17035","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/454545.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/17035","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/454545.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/454545.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/454545.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/454545.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=17035"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/454545.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/17035\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/454545.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/17103"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/454545.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/15487"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/454545.lu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=17035"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}